Folge 23 · Szene · 31. Oktober 2026
Carolin Sauerbrei & Jens Schnürle
Heute stellen sich ein alter Hase und ein neues Gesicht in der Kickerszene vor. Sie teilen eine gemeinsame Leidenschaft: Tischfußball!

Über diese Folge
Episode 23: Caro & Jay
Heute stellen sich ein alter Hase und ein neues Gesicht in der Kickerszene vor. Sie teilen eine gemeinsame Leidenschaft: Tischfußball!

„Irgendwann mach` ich es in einer anderen Sportart.“
Worum es geht
Caro spielt seit 2025 und Jay bereits einige Jahrzehnte. Wie die beiden zum Kickern gekommen sind und in welchem Randgruppensport Caro bereits Wettkampferfahrungen sammelte. Über Idole im Randgruppen-Sport und Trainingsmethoden von damals und heute.
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00:03Holger
Timeout Stories von Menschen aus der Tischfußballwelt. Herzlich willkommen zur Episode 23. Heute stellen sich ein alter Hase und ein neues Gesicht in der Kickerszene vor. Am Start sind Carolin Sauerbrei und Jens Schnürle. Sie teilen eine gemeinsame Leidenschaft: Tischfußball. Caro spielt seit 2005 und Jay bereits einige Jahrzehnte. Wie die beiden zum Kickern gekommen sind und in welchem Randgruppensport Caro bereits Wettkampferfahrung sammelte.
00:42Sprecher B
Ich komme ursprünglich aus dem Motorsport. Ich fahre im Gelände mit dem Motorrad über Stock und Stein, so kann man sich das vorstellen. Also es ist Geschicklichkeitsmotorradfahren, Trial wird das bezeichnet, also es wird als Trial bezeichnet. Und da habe ich angefangen, als ich 13 war, und habe das sehr ambitioniert verfolgt, bin da von März bis Oktober über Jahre lang eigentlich jedes Wochenende weg gewesen, ob es auf Kadertrainings war, ob es Europameisterschaften, Deutsche Meisterschaften, Internationale Bodenseemeisterschaften.
Ich habe wirklich eigentlich alles mitgenommen und von dem her, ich bin für einen Tag nach Spanien gefahren, 1250 Kilometer, von dem her würde ich das auch fürs Kickern auf mich nehmen.
01:35Holger
Du bist 1200 Kilometer nach Spanien gefahren, um mit einem motorisierten Dreirad den Berg runterzufahren. Habe ich das jetzt so richtig verstanden, oder?
01:47Sprecher B
Also es wird oft verwechselt mit Motocross und anderen Sportarten, die man halt so kennt. Es ist halt recht unbekannt. Man fährt die ganze Zeit im Stehen. Das Motorrad ist extrem leicht. Wiegt nur 60 bis 70 Kilo und man fährt eben auch sehr langsam. Also im Motocross ist ja Geschwindigkeit, man springt über Tables, das ist halt beim Trial nicht der Fall. Also man muss langsam fahren, muss die Balance halten und mit wenig Abstand irgendwelche Hindernisse hoch und da gibt es halt eben auch sehr viele Techniken, die man lernen muss und sich aneignen muss.
02:26Holger
Gibt es beim Trial auch außerordentliche Talente?
02:32Sprecher B
Der Maßstab ist der Weltmeister Tony Buu. Der ist 20-facher Indoor- und 20-facher Outdoor-Weltmeister. Da, wo man nicht mehr hochlaufen kann, wo man Leitern braucht, um die Hindernisse zu erklimmen, da fährt der noch mit dem Motorrad hoch. Und das ist eigentlich fast unmöglich, aber der hat es so drauf mit der Federung, mit dem Gas, dass der da trotzdem hochfährt. Also Tony Buu, ist der Trial-Gott sozusagen. Das ist also, Tony Boo ist für uns Trial-Fahrer wie Spreaderman im Tischfußball oder Colin Jörg.
03:08Sprecher C
Colin Jörg, genau, das wollte ich noch gesagt haben. Man hat seine Favoriten, sorry.
03:18Holger
Alles gut. Ich hätte jetzt gesagt, sorry, ich bin noch nicht so lange dabei. Ich hätte jetzt gesagt, die Burmattler-Brüder oder Aust. Aber wenn man auch gut mit alten Hasen kommt, hier mit Colin Jahn, den kennt doch heutzutage keiner mehr. Jay, solange wir schon Tischfußball spielen, jetzt bist du mal dran.
03:40Sprecher C
Also wer Colin Jahn nicht kennt, der sollte tunlichst seine Finger vom Tischfußball lassen. Das ist quasi, also jeder, der Spreaderman kennt, sollte sich mal angucken, was Colin Jahn so gemacht hat, und zwar nicht nur auf dem Tornado. Sondern auf allen Tischen.
04:03Holger
Wie Caro vom Trialfahren zum Tischfußball kam.
04:08Sprecher B
Ich habe letztes Jahr angefangen, also letztes Jahr an Halloween war ich zum ersten Mal in der Bar, wo die 1710-Leute aus Tübingen spielen. Ja, also ich war zufällig im Last Resort Und wie gesagt, da spielen die Leute aus Tübingen ja oft, und das war der Jonas, der mich dann angesprochen hat und zu mir gesagt hat, komm doch einfach mal zum DYP am Montag, wir spielen da jeden Montag ab 20 Uhr so ein kleines Turnier. Und 2 Wochen später bin ich da zum ersten Mal hingegangen, und die Leute haben mich total nett aufgenommen und waren alle super freundlich, und es hat einfach mega viel Spaß gemacht. Und seitdem war ich tatsächlich jede Woche immer dabei, immer am Start.
Und Ende des Jahres habe ich mich dann entschieden, in den Verein auch einzutreten, und habe mir dann Ende Dezember, Januar habe ich mir dann meinen ersten Tisch bestellt und bin seitdem ambitioniert dabei und habe auch gesagt, dass ich jetzt 2026 quasi mein ganzes Jahr für Tischfußball block. Also ich habe nichts geplant außer Tischfußball.
05:29Holger
Was Caro als Einstieg beim Kickern empfiehlt, um bei der Stange zu bleiben.
05:34Sprecher B
Ich denke, am Anfang ist es einfach wichtig, viel Zeit am Tisch zu verbringen, um ein grobes Ballgefühl zu entwickeln. Aber nur durch reines Spaßspielen glaube ich jetzt nicht, dass man so gezielt und effektiv trainieren kann. Da muss man halt einfach sich den Ball hinlegen und einfach Schusstraining machen, Passtraining machen. Das, da kommt man glaube ich nicht drumrum. Alleine schon die Zeit, wenn man mit anderen am Tisch steht und in der Zeit der Ball nicht bei einem selber ist, das ist ja Zeit, die dann einem fehlt, um sie in das eigentliche Training zu investieren.
Ich denke, da ist es am Anfang vielleicht nicht so schlimm, wenn man nicht sich jetzt jeden Tag hinstellt und sofort trainiert, einfach zum Spielen kommt. Aber wenn man dann weiterkommen will, denke ich, ist das unerlässlich, dass man sich hinstellt und Schusstraining macht, auch sich extremen Drucksituationen vielleicht mal stellt, bewusst. Auf Turniere geht, weil es einfach was anderes ist, wenn man den Druckgedanken, diesen ich will jetzt gewinnen, oder ja einfach andere Gegner hat, ist einfach was anderes, als jetzt in die Kneipe zu gehen. Ich denke, das ist wichtig, dass das halt so im Gleichgewicht ist. Mal ist das mehr, mal ist das mehr, und es muss sich halt gut anfühlen.
Ich habe Jackpot-Turniere alle eigentlich mitgespielt und so Spaßturniere in Göppingen, zum Beispiel bei dem Frechdachs Open war ich dabei. Wir waren beim ITSF-Turnier und das hat alles sehr viel Spaß gemacht und fand ich auch wichtig mitzunehmen, einfach für die Erfahrung und halt viele fremde Leute, andere Gegner, gegen die man spielt. Um besser zu werden, um vor allem viel Erfahrung zu sammeln und zuzuschauen und zu verstehen und das zu adaptieren.
07:43Holger
Jens' Anfänge liegen etwas weiter zurück. Wie er damals besser wurde, wie sich die Kickerszene in den letzten Jahrzehnten veränderte und wie dies sein Training beeinflusste.
07:54Sprecher C
Ja, also bei mir fing es ja mehr oder weniger noch als Kneipensport an. Vereine waren mir mit meinen 15, 16 Jahren damals nicht bekannt. Da standen halt Tischfußball-Kickertische in Kneipen, wenn man Glück hatte, und Training gab es da nicht, weil die Tische in der Regel Münzer waren, und da hat man geschaut, dass man spielt und weniger trainiert und durch das Spiel quasi sich seine Fähigkeiten verbessert. Das ist heute alles ganz anders, meiner Meinung nach.
Die ganze Kneipen-Kickerszene hat sich ja 95% verlagert in Sparten anderer Vereine, wo du dann als Kickerverein irgendwo eine Räumlichkeit hast, wo dann hoffentlich viele Tische drinstehen als Nicht-Münzer und du tatsächlich konkret trainieren kannst, stundenlang, ohne jedes Mal 50 Cent reinzuwerfen, wenn du früher 11, heute 9 Bälle haben möchtest. Das Ganze hat sich wahnsinnig verlagert. Ich komme ja, wie bereits erwähnt, eher so aus der Kneipensport-Ecke, wo man früher dann nach der Volljährigkeit, versteht sich, mit dem Bier und der Kippe am Tisch stand und mit einem Markstück gefordert hat, wenn man mal spielen wollte.
Und so hat man sich dann quasi, weil es einfach schmerzhaft war, wenn man Geld zahlen musste, seine Fähigkeiten antrainiert und Jeder von uns kennt es vielleicht noch, wenn man damals 6:0 verloren hat, dann war man getränklos. Und da warst du relativ schnell sehr ambitioniert, eben nicht ganz so schlecht zu sein. Und das war sozusagen mein Training über 10, 15 Jahre hinweg, als ich mit dem Hanno, vielleicht kennst du den noch, der hat auch in der Liga mit uns gespielt, Hanno Lohmeier, beste Grüße hier an der Stelle, mit dem habe ich ja über Dekaden quasi zusammengespielt und habe jedes Turnier mitgenommen.
Und wir beide sind aus der Kneipe gekommen und haben erst viel, viel, viele, viele Jahre später entdeckt, dass es ein Vereinswesen gibt, ein Verbandswesen für den Tischfußball in Baden-Württemberg, und sind dann quasi so in die Geschichte reingeschlittert und hatten dann erst Tische, wo man dann tatsächlich konkret drauf trainieren konnte in den Vereinsheimen. Das ging dann so weit, dass man sich halt den ersten, den zweiten, den dritten Tisch dann irgendwann mal gekauft hat und dann daheim tatsächlich auch über Stunden, halbe, dreiviertel Tage trainieren konnte wie der Teufel, um eben besser zu werden.
Und das hat sich dann mehr oder weniger irgendwann mal dann im Verein, in der Mannschaft, in der man dann war, bezahlt gemacht. Und von dem her gesehen habe ich da schon alles Mögliche mitgenommen, aber an sich Training kam erst so auf für mich persönlich mit dem Vereinswesen, als ich den TFC Böblingen quasi kennenlernen durfte und dort auch dann Mitglied wurde. Das war mein erster Verein, da standen dann Tische zur Verfügung, wo dann die Mitglieder auch tatsächlich konkrete Trainings abgehalten haben, wo man dann sich auch stundenlang hinstellen konnte, um eben seine Technik zu schleifen und so weiter und so fort. Also das ist so mein Weg inzwischen auch.
Ich habe mehrere Tische jetzt im Privatbesitz, bin gern beim Werner, meinem festen Doppelpartner auch in der Bundesliga und in der Landesliga, im Kickerkeller. Wir haben da ja quasi so ein privates Trainingszentrum mit Tischen drin und da trainieren wir dann auch ab und an mal. Es könnte öfter sein tatsächlich, ab und an mal gerade zur Vorbereitung Bundesliga, oder wenn es in der Landesliga heiß hergeht, dann trifft man sich da und trainiert dann über ein paar Stunden. Da war jetzt die letzten Male auch die Caro dabei, beispielsweise noch ein paar andere. Und das ist so im Prinzip das, was bei mir im privaten Umfeld abgeht hinsichtlich Verbesserung meiner Skills.
An sich mache ich es ganz gern so, abschließend, dass ich einfach viele DYPs heimsuche und die quasi als Spaßevents mitnehme. Und das ist dann mein Training. Und da sage ich mir manchmal beim DYP, ich spiele heute nur hinten oder spiele nur vorne oder probiere mal nur Zieher oder Pinshots oder nur Jets. Und so trainiere ich da, weil DYPs sind für mich dann halt Spaßveranstaltungen. Da geht es mir nicht darum, Erster, Zweiter, Dritter, Letzter zu werden, wie auch immer, sondern da gucke ich dann zumindest in der Vorrunde einfach mal nach, was macht denn heute Sinn für mich? Was kann ich denn angehen vor einem Spieltag in der Liga oder in der Bundesliga?
Trainiere ich da zum Beispiel gezielt hinten? Wenn ich weiß, ich spiele mal wieder ein Turnier, wo es durchaus auch vorkommen kann, dass ich mal ein bisschen vorne spiele, dann trainiere ich beim DYP dann eher die 3, die 5. Und das ist im Prinzip so alles, was ich mache.
13:00Holger
Wie sich aus Spaß persönlicher Ehrgeiz entwickelte und der sportliche Leistungsgedanke weiter wächst.
13:08Sprecher C
Bei mir hat alles angefangen aus dem Spaß heraus. Da war kein Leistungsgedanke da eigentlich. Da hat man sich in Turnieren miteinander gemessen, weil es einfach Bock gemacht hat. Klar war es schön, wenn man mal irgendwie auf dem Treppchen stand, aber es war auch nicht weiter tragisch, wenn man irgendwie mal im Achtelfinale oder so raus ist. Das habe ich anfänglich nicht wirklich als kompetitive Sportart betrachtet, sondern das war alles Spaß. Man geht ja zum Spaß in die Kneipe und nicht aus Ernst. Inzwischen, das weißt du ja selber, hat sich die Szene so ein bisschen verändert. Wir haben die Kickervereine, die Tischfußballvereine, wir haben Trainingszentren.
Es ist dann ein ganzer Landesverband, Bundesverband, Weltverband drumherum gebaut. Inzwischen ist es ja auf professionellem Niveau, muss man ganz klar so sagen. Ich kann da jetzt nur an die vor kurzem stattgefundenen Rückrunde der Bundesliga erinnern, das ist hochprofessionell dort, das hat alles gewuppt und geflutscht, perfekt meiner Meinung nach, dass ich aus heutiger Sicht sage, ja, es ist der Leistungsgedanke da, ich glaube, ohne den Gedanken und ohne die Mühe, die dafür aufzuwenden ist, kommt man da auch nicht so weit, gilt gilt der Leistungsgedanke. Ich glaube, man kommt da ohne Leistung, die man erbringt, nicht bis in eine Bundesliga oder in eine Landesliga.
Da ist man dann vielleicht mal eine Saison, wenn man Glück hat, aber wenn man es nicht ernst nimmt, war es das dann auch. Und ich habe das halt mehr oder weniger mit Spaß angefangen, bin mit Spaß als Spaßspieler in den ersten Verein, TFC Böblingen damals seinerzeit, Und habe dann halt gemerkt, mit Spaß kommt man in der Bezirksliga weiter, kommt man auch noch zum Teil in der Verbandsliga weiter, aber nach oben geht dann da die Luft aus. Und das war dann für mich eben auch Grund, eigene Tische zu kaufen, und hatte dann Phasen, wo ich täglich 5, 6 Stunden trainiert habe, bis zum Karpaltunnelsyndrom. Mit anschließender Zwangspause.
Jedenfalls hat es dazu geführt, dass der Leistungsgedanke eben da war und die Leistung sich auch verbessert hat und von der Verbandsliga dann hin zur Landesliga, hin zur Regionalliga und bis jetzt eben zur Bundesliga. Und ich denke, ab einem gewissen Level musst du was tun. Da reicht der Spaß einfach nicht mehr. Aber dieses Tun, dieses Trainieren, dieses auf Leistung trainieren ist nach wie vor für mich Spaß. Deswegen bin ich auch noch dabei.
16:03Holger
Tischfußball, Motorrad. Wie nimmt Caro die Männerwelten wahr?
16:08Sprecher B
Ich bin das ja tatsächlich schon gewohnt. Also ich war ja auch im Motorrad, weil war ich auch als Frau eher, ich würde jetzt nicht sagen Außenseiterin, aber es ist halt schon eher eine Männerdomäne, beides, also das Tischfußball und auch das Trailfahren. Von dem her bin ich das gewohnt, ich habe damit weniger ein Problem. Es war tatsächlich so, dass manche Sachen fallen mir leichter als Frau, ob es jetzt im Trail war. Ich bin zum Beispiel schönere Kurven gefahren oder hatte einfach einen runderen Fahrstil, wo die Jungs halt einfach mit purer Aggression oder einfach mit Gas drüber gefahren sind, wo ich halt eine andere Technik— also ich bin trotzdem zum gleichen Ergebnis gekommen.
16:59Holger
Kann ich mir das gerade voll gut vorstellen, ja.
17:02Sprecher B
Ja, ich bin zum anderen Ergebnis gekommen, habe aber trotzdem die Füße irgendwie oben gelassen auf den Rasten und die Jungs sind halt anders hochgefahren. Und ich habe halt versucht, dann meine Kräfte zum Beispiel anders einzusetzen. Und ja, manchmal hat es funktioniert, manchmal nicht. Und beim Kickern, mir ist das eigentlich egal, ob das jetzt andere Frauen sind, mit denen ich am Tisch stehe, oder ob das die Jungs sind. Das ist egal. Hauptsache, man macht was gemeinsam und hat einfach zusammen Spaß.
An der Sache und ja, es ist schade, dass es wenige Frauen machen, genauso wie es Trial-Fahren, weil ich würde jetzt nicht sagen, dass irgendein Sport geschlechterspezifisch aufgeteilt werden sollte. Ich finde, das ist eigentlich egal, wer oder Ja, was man machen will, wer man ist und was man machen will. Man soll einfach das machen, worauf man Bock hat.
18:13Holger
Ist Kickern ein reines Hobby aus Spaß oder sieht Caro Tischfußball als Leistungssport mit ambitionierten Zielen?
18:20Sprecher B
Wenn ich was mache, dann mache ich es eigentlich ganz oder gar nicht. Also ich will schon was erreichen. Ich will schon gucken, wo mich der Weg hinführen kann. Und was ich erreichen kann mit Training, Disziplin und auch natürlich ein bisschen Glück. Und daher beides, aber auch wenn es geht, so hoch wie möglich. Das ist bei mir vielleicht so ein bisschen in die Wiege auch gelegt worden, ist, dass ich diesen Sportsgeist so extrem habe und dass ich diese Ambition habe, Alleine daher, dass mein Vater damals sportlich sehr aktiv war und sehr erfolgreich war in seiner Sportart.
Er hat ja Bogen geschossen und hat 2006 und 2007 Deutsche Meisterschaft und Weltmeisterschaft gewonnen und Weltrekord geschossen. Und es war halt in der Zeit, wenn man da 6 oder 7 Jahre alt ist, prägt es einen einfach. Man hat es gesehen, wie der Papa, das Idol, trainiert und wie er seinen Traum verwirklicht. Und da habe ich gesagt, Papa, das will ich auch machen irgendwann. Und habe aber gesagt, in einer anderen Sportart, irgendwann mache ich es in einer anderen Sportart. Und das wollte ich dann eigentlich beim Motorradtreiben machen, und jetzt mache ich es vielleicht beim Tischfußball. Aber was dabei rauskommt, ich gebe mein Bestes. Und schaue mal, was dabei rauskommt.
Wenn nicht, dann nicht, aber dann habe ich es zumindest versucht. Aber ich will den Spaß nicht verlieren und muss dann manchmal auch ein bisschen in mich gehen und den Grund, warum ich damals angefangen habe, für mich wieder in mir hervorholen, sozusagen.
20:11Holger
Das war Episode 23 mit Carolin Sauerbrei und Jens Schnürle. Vielen Dank fürs Zuhören. In Episode 24 sprechen wir Englisch. Mit Ryan Moore unterhielt ich mich auf der Leonhart World Series über die Szene in den USA. Erfahrt alles über die WFT, die World Fußball Tour, die Ende November erstmals nach Europa kommt. Folgt mir auf Spotify und besucht meine Website www.timeoutstories.live. Bis zum nächsten Mal hier bei Timeout Stories.
Ein Gespräch aus Timeout Stories, dem Tischfußball-Podcast von Holger Kühl. Mehr über Holger →

