Folge 21 · Menschen · 26. Oktober 2026
Tim Wedemann
Tim Wedemann aus Hamburg berichtet über seine Erfahrungen im Ehrenamt, wie er in die Bundesliga kam und über das Anti-Doping Team – eines seiner bedeutendsten Projekte im DTFB.

Über diese Folge
Episode 21: Tim Wedemann
Tim Wedemann aus Hamburg berichtet über seine Erfahrungen im Ehrenamt, wie er in die Bundesliga kam und über das Anti-Doping Team – eines seiner bedeutendsten Projekte im DTFB.

„Wollen wir noch 5 Min. über das Thema Anti-Doping reden? Dann zapf` ich mir noch schnell ein Bier!“
Worum es geht
Tim Wedemann aus Hamburg berichtet über seine Erfahrungen im Ehrenamt, wie er in die Bundesliga kam und über das Anti-Doping Team – eines seiner bedeutendsten Projekte im DTFB.
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00:03Holger
Timeout Stories von Menschen aus der Tischfußballwelt. Herzlich willkommen zu Episode 21 mit Tim Wedemann aus Hamburg. Seine Erfahrungen im Ehrenamt, wie er in die Bundesliga kam und über das Anti-Doping-Team, eines seiner bedeutendsten Projekte im DTFB.
00:28Tim
Aber es ist immer alles mit Augenhöhe passiert. Es wurde halt auch immer der der Gedanke von anderen respektiert und damit halt auch immer versucht, gemeinsam Dinge möglich zu machen und an einem Strang zu ziehen. Und ich glaube, das ist das Allerwichtigste, weil nur wenn man mit einer positiven Energie in etwas reingeht, wo man sagt, ich mache eigentlich meinen Job, den ich bei der Arbeit mache, nur mit noch mehr Invest, ohne dass ich dafür Geld bekomme, funktioniert es halt nur dann, wenn man das halt auch in einem Umfeld macht, in dem man sich wohlfühlt. Und ich glaube, das ist das ist der Schlüssel für ein gut funktionierendes Team.
01:03Holger
Und welchen Transfer würdest du jetzt machen auf eure Bundesligamannschaft, um nochmal zurückzukommen auf den Klassenerhalt?
01:10Tim
Ja, also wir haben, glaube ich, in der Bundesliga-Hinrunde neue Leute dabei gehabt und haben auch viele ausprobiert, und jetzt in der Rückrunde ging es ganz stark darum sicherzustellen, dass halt jeder in seiner Wohlfühlzone ist, wir uns aber schon gegenseitig supporten und wir halt möglichst auf maximale Stabilität setzen, um halt nicht in so eine Abwärtsspirale reinzukommen. Und das ist halt auch schon vergleichbar, indem man halt sagt, die Bedürfnisse des Einzelnen zu respektieren und sicherzustellen, dass sich alle in einem Konstrukt wohlfühlen, wo jeder sich selber auch ausleben kann. So würde ich das fast mal schon fast philosophisch formulieren.
01:55Holger
Das klingt philosophisch und romantisch, finde ich.
02:00Tim
Ja, ich habe in meiner Kicker-Karriere tatsächlich schon häufig in Teams auch mitgespielt, wo ich ja dann auch die Entscheidung getroffen habe, da halt dann auch nicht mehr, oder halt auch im Doppel mit Doppelpartnern, wo ich dann halt gesagt habe, ich gehe halt nicht mit einem guten Gefühl aus dem Wochenende raus. Und man kann halt auch mit einem guten Gefühl aus dem Wochenende rausgehen, wenn man halt auf den Sack bekommen hat. Und dafür ist also die Freizeit einfach zu wichtig. Und ich bin so ein hoffnungsloser Optimist, würde ich schon manchmal sagen, in Sachen, wo es halt nicht um nackte Zahlen geht. Und ich möchte halt einfach auch schöne Momente haben, wenn ich Kicker spiele.
Klar, geht es manchmal halt dann auch hart. Und ich meine, du hast mich ja auch schon mal am Kickertisch erlebt, da setze ich dann schon mal auch das Messer zwischen die Zähne. Aber das Große und Ganze muss halt einfach irgendwie ein cooles Erlebnis sein, weil dafür haben wir auch das Thema Reisezeit schon gehabt und den Effort, den man reinsteckt. Und am Ende ist es natürlich immer auch ein finanzielles Thema. Also viele Spieler und Spielerinnen investieren halt irgendwie vierstellige Summen im Jahr ins Kickern.
Und wenn man dann halt nur damit hadert, dass der eigene Leistungsanspruch sich nicht deckt mit den Ergebnissen, dann verliert man halt den Spaß an etwas, was man eigentlich des Spaßes wegen angefangen hat.
03:24Holger
Wie Tim zu seiner ersten Mannschaft fand.
03:26Tim
Bei uns war es dann so, wir sind dann, Jan und ich sind dann in dieses Vereinsheim beim SC Oranienau gegangen, wo halt dieses HSV-Viertliga-Team gespielt haben sollte. Und da sind wir halt reingekommen und da ist halt so ein Wirt gewesen und der hat gesagt, ja, ich kicke ja ganz gern, ich habe jetzt mal irgendwie einen Tisch hingestellt, oder ich glaube, da standen sogar schon 2 Leopros da. Und dann haben wir da dann halt gesagt, ja okay, dann machen wir mit euch halt ein neues Team auf, weil das Team hatte sich irgendwie eh aufgelöst. Und dann sind wir halt direkt in der 3. Hamburg-Liga eingestiegen, also nicht in der 4., sondern in der 3., konnten dann die Klasse auch halten.
Und in diesem Vereinshaus, in dieser Location, habe ich dann Oliver Schlanke kennengelernt, der dann nämlich um die Ecke gewohnt hat. Und der hat dann Jan und mich mal richtig eingenordet und uns mal gezeigt, wie denn halt so ein Stellungsspiel aussieht. Wie das funktioniert, wenn man nicht versucht, alles auf Reaktion irgendwie zu fahren. Und das waren dann die ersten, das war der erste harte Crashkurs dann im Frühjahr 2016, wo wir dann halt das Team Kickertrupp, ich weiß gar nicht, erst hieß es Rasenstolz, dann haben wir es in Kickertrupp umbenannt und dann heute heißt es Kickertruppe, in dem ich dann auch tatsächlich wieder spiele.
Als sie dann ohne mich den Aufstieg von der dritten in die zweite geschafft haben, habe ich dann gesagt, okay, Ich komme mal wieder zurück in die zweite. Und ja, spiele jetzt quasi wieder mit einigen Leuten zusammen, mit denen ich damals das Team gegründet habe, was halt eine total schöne Geschichte ist. Und da sind wir auch wieder bei dem Thema Teamharmonie und Leuten, mit denen man halt auch gerne Zeit verbringt.
05:11Holger
Und das war jetzt das Team, mit dem ihr auch an der Bundesliga teilgenommen habt, oder noch mal ein anderes Team?
05:19Tim
Das ist ein anderes Team. In der Bundesliga ist es so gewesen, dass ich bei den Gecettos, also Gecettos ist ja das Team von Thomas Beierlein und Lennox und Jan in e.V., die das damals, glaube ich, gemeinsam sogar aufgemacht haben. Ich glaube damals sogar noch mit Finn Meyer zusammen. Schon Ewigkeiten her. Hamburger Tischfußballclub heißt der Verein dahinter. Und bei denen bin ich mit André Zander eingestiegen. Nachdem ich dieses eine Jahr Abstinenz bei der Bundesliga hatte, haben wir dann ein neues Team uns gemeinsam gesucht. André hatte ja vorher bei Oldenburg gespielt und da haben wir gesagt, steigen wir bei den Geckettos in der 2.
Liga an und haben dann leider den Klassenerhalt nicht geschafft. Und ja, konnten dann jetzt aber in der 3. Liga den Klassenerhalt knapp packen. Genau, also das ist ein anderes Teamkonstrukt. In Hamburg habe ich eigentlich außer das eine Jahr HSV in der 1. beziehungsweise noch, ich glaube, das Jahr danach auch in der 2. Habe ich eigentlich immer in einem Team gespielt, wo Leute drin sind, die jetzt nicht so ambitioniert Tischfußball gelebt haben wie ich.
06:29Holger
Also so ein bisschen Nachwuchsförderung betrieben sozusagen.
06:32Tim
Boah, wenn man sich den Altersdurchschnitt anguckt, weiß ich nicht, ob man das Nachwuchsförderung bezeichnen kann.
06:41Holger
Ich meine jetzt ja auch nicht aufs Alter bezogen, sondern Nachwuchs im Sinne von neu in der Tischfußballwelt.
06:47Tim
Ja, also ich glaube, also heute besteht das Team überwiegend auch aus Leuten, die schon seit langer, langer Zeit spielen. Ich glaube, 3 davon spielen sogar aktuell bei den Senioren mit. Aber es ist halt einfach eine coole Truppe. Und es sind viele Leute, die früher nicht wirklich so richtig ambitioniert gespielt haben, dann irgendwann so diesen, okay, jetzt habe ich richtig Bock, mal anzugreifen, und dann so eine Phase hatten für 2, 3, 4 Jahre, wo man dann halt wirklich auch viel, viel investiert hat. Und das dann halt einfach irgendwann aus verschiedenen Gründen bei jedem persönlich dann halt wieder zurückgefahren hat.
07:25Holger
Was war denn so rückblickend für dich das Projekt im DTFB oder auch in Hamburg selber, auf das du am meisten zurückblickst?
07:36Tim
Also ich glaube tatsächlich, diese, die Website-Einführung und diese Jetzt tatsächlich die Einführung vom Kicker-Tool. Das ist auf jeden Fall ein riesengroßes Thema gewesen. Ich habe mit Helmut Poppen und Sophia Poppen, die ja hier auch in Hamburg wohnen und Entwickler vom Kicker-Tool und der Komm Kickern App sind, mit denen habe ich viele Stunden Gedankenschmalz reingesteckt. Wie bekommen wir das hin, Tifo abzulösen? Also ich glaube, das ist auch einfach einer der größten Changes gewesen für die gesamte Community, zu sagen, ab sofort Kein Tifo mehr ab sofort, jetzt ist das Kicker-Tool. Und ja, da sind am Anfang einige Kinderkrankheiten drin gewesen.
Kicks hat da auch eine große Vorreiterrolle gemacht, das hat jahrelang das Kicker-Tool in der Dreier-Version dahingehend entwickelt, dass es überhaupt gut für Challenger-Turniere funktioniert. Und das dann halt aber auch noch mit einem Challenger-Modus auszustatten und eine finanzielle Kooperation zu finden, dank Leonhart, die dann halt auch ermöglicht, das Ganze zu finanzieren, weil Das Tivu hat ja der Christoph Hardt in Eigenregie entwickelt, ohne dafür auch nur einen Cent vom DTFB zu bekommen.
Und die Zukunft muss halt einfach cloudbasiert sein und da halt was zu haben, was dann halt querfinanziert werden konnte, ist, glaube ich, ein unglaublich wichtiger Faktor für die gesamte Community. Und dann Timeout haben wir halt auch einen Unterbau geschaffen. Du kennst das ja selber im Kicker-Tool vielleicht auch als Ausrichter. Dass die DTFB-Spielerdatenbank damit verknüpft ist, dass es, diese turniere.dtfb.de Turnierübersichtsseite gibt, wie man das früher von Tifu kannte. Also diese Einführung, ich glaube, das ist ja im, letzten Jahr dann verpflichtend geworden für alle.
das ist schon, da steckt auch sehr viel Arbeit dahinter und, ich glaube, einen Bruchteil davon kann man halt als Nutzer sehen, was aber auch positiv ist, weil es einfach bedeutet, dass es nicht zu kompliziert ist für die Leute. Das Thema, das Thema nochmal Funktionärsarbeit, und du hast ja vorhin auch gefragt, wie oder welche Dinge ich so als größte, größte Erfolge oder Errungenschaften während meiner Funktionärstätigkeit irgendwie sehe, und das Thema Anti-Doping gehört da auf jeden Fall auch mit dazu. Es gab für mich so einen riesengroßen Knackpunkt in einem der Bundesliga-Jahre, wo in einem Finalspiel man den Eindruck hatte, dass dabei ein Spieler gedopt wurde.
Und das fühlte sich so ein bisschen machtlos an, dass man einfach so in dem wichtigsten Spiel des Jahres— die Bundesliga sind ja auch so ein bisschen die Kronjuwelen, abgesehen von der Nationalmannschaft— einfach machtlos ist darüber, dass im Endeffekt dieses Klischee, was für viele Leute da ist, der saufende Sport, der, keine Ahnung, Kiffersport, was auch immer, dass man da keine Handhabe hat. Und dann habe ich mir noch mal so ein bisschen intensiver angeschaut, wie P4P das löst, und habe gesagt, wenn man das jetzt aufzieht, dann kann man es eigentlich auch gleich so aufziehen, dass es halt DOSB-konform ist oder die Basis dafür schafft.
Und das habe ich dann im Endeffekt mit einigen Leuten über mehrere Jahre dann aufgebaut, vorangetrieben und bin halt sehr, sehr froh, dass es eine funktionierende Antidopingkommission gibt, für die sich halt auch vor allen Dingen Leute gefunden haben und bereit erklärt haben, halt sich auch diesen Hut aufzusetzen, weil das ist ja natürlich auch nicht immer nur mit positiven Vibes verbunden.
11:31Holger
Ich glaube, sobald du irgendeine Kontrollfunktion hast, bist du nicht mehr positiv für manche. Ja, fair enough. Ja, ich denke, was mein persönliches Ding ist, grundsätzlich ja, ich sehe den Punkt auch in der Entwicklung mit der Anerkennung als Sportart etc., wo für mich der Punkt anfängt, wo es Ja, ein Stück weit inkonsequent ist das Thema Alkoholkonsum.
12:01Tim
Ja, und das ist eine ganz klare Vorgabe von der NADA und der WADA. Dort ist nämlich Alkohol vor einigen Jahren runtergenommen worden von der Anti-Doping-Liste. Vorher ist es da drauf gewesen. Und nach meinem Verständnis, wenn es da keine sportartdedizierten zusätzlichen Regelungen on top gibt, dürfte man eine Segelregatta und Formel-1-Rennen mit 3 Promille fahren.
12:26Holger
Das macht sich bestimmt besonders gut beim Formel 1. Ja, fairer Punkt.
12:39Tim
Und ich kann das total nachvollziehen. Also es ist gerade auch dadurch, durch die Legalisierung oder Teillegalisierung von Cannabis, ist halt dieses Argument nicht von der Hand zu weisen. Muss aber auch sagen, dass die Wenn es nur um diese betäubende, im Endeffekt schmerzmittelähnliche Wirkung gehen soll, jedem ist freigestellt, CBD zu rauchen während eines Turniers, auch legal. Es geht halt wirklich um diese psychoaktive Substanz, die halt eine Beeinflussung auf den mentalen Zustand hat, und dieser mentale Zustand, der ist halt im Tischfußball extrem wichtig, sich selber in den Flow reinzubringen, sich selber weniger angreifbar für äußere Einflüsse des Gegners zu machen.
Das ist auf Spitzenniveau ein nicht unerheblicher Faktor.
13:36Holger
Da gebe ich dir absolut recht. Und dasselbe sehe ich halt beim Alkohol. Also grundsätzlich finde ich es gut, dass das im Zuge der Anerkennung als Sportart in Angriff genommen wird. Und auf der anderen Seite ist für mich persönlich nicht ganz nachvollziehbar, warum Alkohol komplett ausgeschlossen wird. Es sei denn, es ist vorgegeben durch eine andere Anti-Doping-Organisation, der man hinterherläuft oder der man, an der man sich orientieren will, sage ich jetzt mal so. Aber vom Nutzen her finde ich es dann schon krass, wenn man morgens um 10 am Samstag da ankommt auf dem Parkplatz und die ersten Saarländer sitzen da in ihren Campingstühlen und trinken halt schon Jacky Cola.
Also sorry, nichts für ungut. Und gleichzeitig will man das irgendwie jugendförderlich vermarkten und sämtliche Getränke und sämtlichen Konsum aus der Halle fernhalten für mögliche Berichterstattung, fairer Punkt, kann ich nachvollziehen. Aber das bringt halt relativ wenig, wenn du halt auf dem Weg in die Halle an besoffenen Saarländern vorbeiläufst, um es mal provokant zu formulieren.
14:53Tim
Ich finde es gar nicht provokant, das entspricht ja auch der Realität. Und ich kann auch das verstehen, dass das ja gerade für Leute, die sich halt auch wirklich, die das auch wirklich als Sport sehen, in der Außendarstellung halt dann sich nicht gut anfühlt und man sagt, okay, warum halte ich mich dann überhaupt noch an Regeln, warum das eine und nicht das andere Und ich bin auch der festen Überzeugung, dass es keine 5 Jahre dauert, dass entweder Alkohol wieder drauf ist auf der Liste oder Cannabis freigegeben ist für die Liste. Also da wird es in jedem Fall noch eine Veränderung geben. Ich meine, beim Darts haben wir ja die gleiche Situation, dass auch da große Proteste sind.
Das sind ja viele bekannte Cannabiskonsumenten auch unter den Spitzenspielern, und viele der Spitzenspieler, oder einige der Spitzenspieler, haben ja auch Nachweislich Alkoholthema, da gibt es genau die gleichen Diskussionen. Ich denke, dass halt hier dazu auch dann das Thema so weit vorantreiben wird, dass es dann irgendwann eine Entscheidung gibt, entweder in die eine oder in die andere Richtung.
15:59Holger
Ja, fairer Punkt, definitiv. Also sonst bräuchte es ja die Regel nicht oder auch das Testverfahren nicht, wenn es nachher keine Konsequenz gibt. Das ist ja logisch. Aber wenn jetzt als Beispiel, ich sage jetzt mal Situation 1, Challenger-Turnier in Hamburg, Situation 2, World Series in Saarbrücken, Situation 3, Bundesliga, ein Spieler, der gleiche, wird getestet, und dann hat das Konsequenzen nur für den einzelnen Spieler, oder gibt es auch Konsequenzen für den Doppelpartner oder für die Mixpartnerin oder für die Mannschaft?
16:41Tim
Also es wird immer nur, also ich kann jetzt natürlich nicht dafür sprechen, was die Antidopingkommission innerhalb der letzten Monate beschlossen hat oder was, ob es da nochmal Änderungen gibt, aber per se wird das Strafmaß vom Schiedsgericht entschieden. Das heißt, die Antidopingkommission stellt ausschließlich fest, dass ein Test positiv ist, und dieser positive Test wird dann inklusive aller Nachweise und Dokumentation ans Schiedsgericht übergeben. Das Schiedsgericht ist aber angehalten dazu, sich natürlich an dem Strafmaß zu orientieren, was von der, von der NADA beziehungsweise WADA grundsätzlich veranschlagt wird. Und das sind halt 3 Jahre.
Das heißt 3 Jahre Sperre für den positiv Getesteten oder die positiv Getestete. Und was das für den, für die, für das Event vor Ort betrifft, ist es so, dass ich würde es, wie ich es entscheiden würde als Tournament Director in so einer Situation, wäre, dass ich halt gucken würde, okay, ich habe hier ein positives so ein Testbericht, der wurde mir übermittelt von der, von der Antidopingkommission. Ich würde einmal mit dem, mit dem Spieler darüber sprechen, würde sagen, alle Spiele, die quasi ab jetzt noch zu spielen sind, werden genullt. Man kann ja nicht nachweisen, dass im Endeffekt vor den Spielen, die vorher gelaufen sind, auch schon gedopt wurde.
Das heißt, es kann ausschließlich sich handeln um das letzte Spiel, was gespielt wurde, wo eine Annullierung stattfindet. In einem Mannschaftssport würde ich nur die Paarungen annullieren, die halt von der Person gespielt wurden. Also wäre das eine Zu-Null-Wertung von einem Lag in einem Bundesliga-Match, und in einem anderen Match würde ich dann halt einfach diese Partie zu null wählen, und dann wäre halt das Team für den Rest des Turnieres halt nicht mehr spielberechtigt und dann ausgeschieden.
18:34Holger
Aber schlussendlich entscheidet dann die Turnierleitung vor Ort an dem entsprechenden Event, was sie mit dieser Information macht.
18:42Tim
Ich glaube, in der Anti-Doping-Ordnung steht drin, dass die Person automatisch gesperrt ist für den weiteren Turnierverlauf. Also für dieses explizite Turnier ist die Person in jedem Fall gesperrt. Und ich glaube, es ist auch geregelt, dass, wie gesagt, das kann ja nicht alles rückwirkend annulliert werden, das kann ja nur das Letzte annulliert werden. Ich glaube auch, das ist in der Anti-Doping-Ordnung geregelt. Ich bin mir aber nicht 100% 100% sicher, die ist auf jeden Fall auf der DTFB-Website auch veröffentlicht.
19:12Holger
Das war Episode 21 mit Tim Wedemann aus Hamburg. Vielen Dank für euer Interesse. In Episode 22 werfen wir einen Blick in die USA und nehmen die World-Fußballtour genauer unter die Lupe. Gibt es in Amerika auch Vereinsstrukturen zur Förderung des Drehstangentischfußballs oder dreht sich dort alles nur um Cash? Folgt mir auf SoundCloud und besucht meine Website www.timeoutstories.live. Bis zum nächsten Mal hier bei Timeout Stories.
Ein Gespräch aus Timeout Stories, dem Tischfußball-Podcast von Holger Kühl. Mehr über Holger →