Folge 19 · Szene · 9. Oktober 2026
Sascha Assfalg und Jonas Möll
Heute zu Gast Jonas Möll und Sascha Assfalg ein unzertrennliches Paar seit über 25 Jahren. Gemeinsam engagieren sie sich für den TFC Allgäu. Am Heiligen Drei Königstag richten seit Jahren das Players4Players Turnier zur Saisoneröffnung aus. Über eine Tischtennisplatte am Baggersee, wie die zwei zum Kickern gekommen sind und über ihre besondere Spielstätte. All das erfahrt ihr in Episode 19. Das Gespräch haben wir bereits im Juni 2021 aufgenommen. Die Jungs aus dem Allgäu und ich waren uns einig: Das muss auch fünf Jahre später on Air.

Über diese Folge
Episode 19: Die Jungs aus dem Allgäu
Heute zu Gast Jonas Möll und Sascha Assfalg ein unzertrennliches Paar seit über 25 Jahren. Gemeinsam engagieren sie sich für den TFC Allgäu. Am Heiligen Drei Königstag richten seit Jahren das Players4Players Turnier zur Saisoneröffnung aus. Über eine Tischtennisplatte am Baggersee, wie die zwei zum Kickern gekommen sind und über ihre besondere Spielstätte. All das erfahrt ihr in Episode 19. Das Gespräch haben wir bereits im Juni 2021 aufgenommen. Die Jungs aus dem Allgäu und ich waren uns einig: Das muss auch fünf Jahre später on Air.

„Man muss das wieder publik machen. Viel mehr Leute müssen zum Kickern kommen. Weil es einfach der geilste Sport der Welt ist.“
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00:03Holger
Timeout Stories von Menschen aus der Tischfußballwelt. Lange war es still, jetzt nicht mehr. Timeout Stories ist zurück. Herzlich willkommen zu Episode 19 mit Jonas Möll und Sascha Assfalg vom TFC Allgäu. Das Gespräch haben wir bereits im Juni '21 aufgenommen. Die Jungs aus dem Allgäu und ich waren uns einig, das muss auch 5 Jahre später on air. Wie die beiden zum Kickern kamen, was sie seit 25 Jahren verbindet und über die Anfänge des TFC Allgäu.
00:43Sprecher B
Ich kam da dann über meinen Cousin in so eine Sportsbar, wo die halt auch immer, ja, sage ich mal, gehockt sind, abgehangen sind. Und da stand halt ein Kicker. Da gab es halt dann so die Kickertruppe, die Billardtruppe und Ja, ich habe dann irgendwie Bock gekriegt zu kickern. Das war aber jetzt auch halt einfach reines Kneipenkickern. Es konnten da schon ein paar Leute in den Pin schießen. Und ja, eine Fünferreihe gab es da eigentlich nicht so. Irgendwann kam dann der Jet dazu und da waren ein, zwei dabei, die waren furchtbar arrogant. Und das war halt so, ich habe mir gedacht, nein. Und dann habe ich mich dahingestellt und geübt. Immer wieder den Euro reingeschmissen und immer wieder.
Und so lange war dann jeden Tag am Kickern. Bis ich dann mal das Turnier da drin gewonnen habe. Und so hat das eigentlich in der Kneipe dann oder in der Ding angefangen mit 17. Das weiß ich noch, weil ich hatte da dann irgendwann meinen 18. Geburtstag da drin.
01:46Holger
Also du weißt es noch, weil du da drin deinen 18. Geburtstag gefeiert hast. Finde ich eine interessante Argumentation.
01:53Sprecher C
Seitdem hatte ich kein Geld mehr.
01:58Holger
Alles Ersparte auf den Putz gehauen für eine Geburtstagsparty.
02:04Sprecher C
Großartig.
02:05Holger
Schwerpunkt immer mal wieder ist, finde ich, so die, den Spagat hinkriegen zwischen dem Sportlichen und Richtung olympisch Werdenden mit gleichen, überall gleichen Regeln nach Möglichkeit und gleichzeitig doch der Selbsterkenntnis, ein Randgruppen-Kneipensport zu sein. Was würdest du, Jonas, sagen, Wie verbindet man Kneipen mit Spitzensport?
02:38Sprecher B
Ja, nein, das ist, ich finde, ein bisschen so wie mit der Tischtennisplatte am Baggersee. Die steht halt einfach da und da spielen die Leute auch nicht olympisch. Es gibt so dieses, ja, und auch mit den Kneipen, Das hat seine Berechtigung, das ist eine geile Sache. Wir trinken ein paar Bierchen, spielen Getränk raus über den professionellen Tischfußballsport. Und ich finde, das muss man ja nicht schlichtweg vergleichen. Das sind ja wie Äpfel und Birnen. In den Kneipen spielen wir halt dann eher ohne Regeln oder Ja, das ist dann auch alles eher noch so mehr dem Spaß gewidmet, auch dass auch eher ein Laie vielleicht mitspielen kann.
Und ja, der professionelle Sport ist natürlich schon so, jeder Spieler reizt seine Grenzen aus. Wenn man dann mal in den höherklassigen Bereich schaut, ja, da wird halt auch mal ein Foul reklamiert, das kein Foul war, mit Absicht, nur um den anderen in eine Diskussion zu verwickeln. Oder ja, es sind halt solche Sachen. Das hast du beim Fußball auch, auf dem Bolzplatz nicht, aber beim Fußball hast du die Schwalben auch. Und ich denke, dass man da gar keine klare Linie ziehen sollte, dann eher so, man dann eher versuchen sollte, die Leute ein bisschen rauszufiltern und rauszunehmen aus der ganzen Geschichte und sie einfach mal mit in ein Training zu nehmen. Oder auf dem Turnierchen.
04:25Holger
Was macht ihr konkret, um Nachwuchs zu schaffen? Also egal, ob jetzt Nachwuchs im Sinne von Jugendlichen oder gleichgesinnten Männern aus der Kneipe oder halt eben tatsächlich die Mädels abzuholen.
04:45Sprecher B
Wir haben ja natürlich auch jetzt noch den Vorteil, dass wir im Schützenverein sind als Untergruppe Tischfußball. Es hört sich vielleicht als schräge Kombi an, aber es hat sich halt so angeboten mit dem Vereinsheim. Und lustigerweise ist aber auch so, unser Freitagsabendtraining ist direkt nach der Bogenschützenjugend. War jetzt durch Corona alles auch nicht mehr so möglich, aber ist natürlich schon auch so gedacht, dass dann die Schützenjugend auch bei uns mitkickern darf.
Und das ist auch der Bereich, in dem wir auch ein bisschen angreifen wollen, weil es ist natürlich auch echt schwierig, gerade Kinder und Jugendliche zum Kickern zu begeistern, weil ja, keine Ahnung, nimm deinen 12-jährigen Sohn in die Kneipe mit, kommt auch nicht so toll. Und da ist es halt dann schon auch so, finde ich, eine ganz tolle Möglichkeit.
Ich meine, viele Vereine haben die Möglichkeit nicht, weil sie in irgendeiner Bar oder irgendeiner Kneipe eigentlich sind und es dann auch eher schwierig wird, dann irgendwelche Kinder vom Ort, sage ich jetzt mal, also nicht aus den eigenen Reihen, sondern vom Ort zu animieren, weil du kannst ja nicht zu den Leuten hingehen und sagen, schick doch mal die in die Kneipe vorbei, die sollen zum Kickern kommen.
06:09Holger
Es gibt frei Fanta. Ja, ja, also ich finde es jetzt mal kurz drüber nachgedacht gar nicht so abwegig, Schützenverein und Kickern, weil es wird ja geschossen. Ja, so, und so kam auch bei dir an.
06:40Sprecher C
Lieber später als nie.
06:42Sprecher B
Alles gut.
06:43Holger
Aber tatsächlich, die Idee, dass man sich nicht innerhalb eines Vereins quasi unter den Abteilungen die Interessierten abgräbt oder wegnimmt, das quasi ergänzend im Anschluss zu machen, nachdem du 2 Stunden konzentriert Bogenschießen geübt hast, kannst du ja noch entspannt eine Runde mit uns kickern. Das finde ich eine coole Idee. Ja, Sascha, was würdest du sagen, ab welchem Moment hast du gemerkt, dass du kickern kannst?
07:30Sprecher C
Dass ich kickern kann? Also angefangen habe ich, da war ich 12. In der Kneipe bei meinem Bruder. Das war so ein richtig alter Holzkicker. Und wo ich dann das erste Mal gemeint habe, ich kann's, das war mit so 16 rum, sage ich jetzt mal. Aber da bin ich auch gleich wieder auf die Schnauze gefallen. Da ich dann auch in den Sports war, wo der Jonas war, und da hat man auch gemeint, man kann jetzt kickern, und man wurde halt gleich eines Besseren belehrt, sage ich jetzt mal. Wenn man doch nur in der Kneipe gekickert hat. Und ja, das erste Mal richtig, wo wir wieder angefangen haben, sage ich jetzt mal, wo wir dann richtig angefangen haben zu trainieren. Jonas, wie lange ist das her?
3 Jahre oder 4 Jahre?
08:23Sprecher B
Ja, so 3 Jahre, 4 Jahre.
08:25Sprecher C
Wo man halt dann richtig damit angefangen hat.
08:28Holger
Okay, wenn du jetzt sagst, ihr habt da wieder richtig angefangen zu trainieren, kannst du das vielleicht mal ein bisschen genauer beschreiben, was ihr da konkret gemacht habt?
08:37Sprecher C
Wir haben ja eigentlich vorher nur gedaddelt, und dann kam ich und der Jonas auf die Idee, dass man doch— wir können doch eigentlich mal eine Location suchen, wo man auch Kickertische reinstellen können und so weiter. Und da hat es auch geklappt, und dann haben wir gesagt, Ja, der nächste Step wäre eigentlich, dass wir mal irgendwo anfragen, dass wir Liga spielen. Und da haben wir dann wirklich angefangen, auch dann explizit die Sachen zum Trainieren, zum Beispiel ich hinten, Bande, Pässe und so weiter. Und da hat es dann eigentlich angefangen.
09:15Sprecher B
Ja, das war ja auch ganz witzig eigentlich, weil wir hatten uns dann 10 Jahre nicht gesehen. Und an einem Geburtstag von mir zufälligerweise, wo so die Geburtstagsgrüße per Facebook kamen, haben wir uns so zusammengeschrieben und dann, wir könnten eigentlich noch kickern gehen, steht irgendwo ein Kicker. Und dann hat der Sascha gesagt, also ich habe ja, ich wohne ja jetzt in Sontheim, also im Allgäu, und mein Nachbar, die kickern immer im Stadl und komm doch mal vorbei. Und dann habe ich gesagt, ja okay, dann war ich da 2, 3 Mal da. Und dann haben sie gesagt, so, ja, ab und zu mal fahren wir mal nach München auf das DYP. Also eigentlich waren es nur 2 oder so, ab und zu mal fahren.
Und dann habe ich gesagt, ja, fahre ich halt mit. Ja klar, gehen wir halt. Und als wir dann in München angekommen sind, da hat es mich wieder richtig gepackt. Ich habe, also es war am 1. Juni, habe ich zum Sascha gesagt, du, ich will auch so spielen. Und dann habe ich gesagt, ich fahre jetzt so lange her, bis ich das Ding gewinne. Und dann die Woche drauf am Montag habe ich dann mit dem Captain gespielt, natürlich auch eine ganz schöne Rakete, und habe das dann gleich gewonnen. Aber ich war halt hinten drin gestanden. Nein, das geht nicht, ich will das noch so lange spielen, bis ich das mal, wenn ich vorne spiele, gewinne. Und so hat es angefangen.
Und dann ging es halt über den aus dem Stadion quasi in die Location des Winners und haben da angefragt. Und dann wurden wir da monatelang vertröstet, die Tische sind schon bestellt. Und auf einmal waren wir wieder drin und wollten halt mal gucken, was jetzt Sache ist. Und dann stand ein anderer Kerl da, hat uns angeguckt und sagt, Jungs, was wollt ihr hier? Also hier sind unsere Kickertische, unser Kickerraum. Ich bin der Chef hier, ich weiß davon nichts. Ja, das war aber mit dem Helmut, hieß der, oder damals war, war das so abgemacht. Ja, den gibt's nicht mehr, der ist nicht mehr hier, ich bin jetzt hier der Geschäftsführer. So, okay.
Und der hat es dann aber innerhalb von 2 Wochen geregelt, dass wir Tische hatten, und hat uns da 2 nagelneue Ullrich Tournament reingestellt. Und dann haben wir ein paar Turnierchen gemacht, oder ein Turnierchen gemacht, dann haben wir uns Tische ausgeliehen. Noch und sind dann auch noch günstig an 2 Leos gekommen. Und dann hat er die auch dazu gekauft, dann hatten wir 4 Tische und riesengroßen Raum eigentlich zum Kickern. Und so hat es dann alles eigentlich so angefangen, verrückterweise. Und dann waren die Turniere bei uns halt auch immer mega voll, also wir 16, 20 Teams, und das war je nachdem, wie wir uns festgelegt haben, war das halt immer, wir mussten denen schon absagen, den Leuten.
Oder waren dann gerade so voll. So kam dann die Runde.
12:11Holger
Also meine Ausgangsfrage war ja eigentlich, wie ihr dann trainiert habt, aber danke für die Ausführung. Absolut, absolut in Ordnung. Nein, ist super, so einen kleinen Rundumschlag gemacht. Gar kein Problem, Jonas, ich komme drüber hinweg. Aber vielleicht noch mal nachgefragt, ihr habt vor 15 Jahren zusammen angefangen zu kickern, oder genau, oder uns getroffen, oder euch kennengelernt übers Kickern. Und was du jetzt gerade ausgeführt hast, Jonas, war vor wie vielen Jahren?
12:51Sprecher B
Das war dann jetzt, also vor 15 Jahren haben wir uns getroffen, und dann vor 3 oder 4 Jahren haben wir uns dann verabredet, mal zum Kickern. Dann hat der Sascha mich da so angefixt mit den Kicker-Leuten wieder, und dann haben wir dann wieder voll, voll im Feeling.
13:08Holger
Okay, und aufgrund der DYP-Besuche habt ihr dann entschieden, naja, komm, wir machen jetzt einen Club zusammen, oder?
13:18Sprecher C
Ja, wir haben ja auch mit den ganzen Leuten, wo hochspielen von München, haben ja immer wieder gespielt und da kamen dann auch wieder die Tipps, das und das und das könntest du besser machen. Und dann haben wir uns da wirklich so reingesteigert und dann haben wir gesagt, wir müssen auch in die Liga, unbedingt.
13:39Sprecher B
Ja, genau. Wir haben aber zuerst noch eineinhalb Jahre in München gespielt, ein Jahr in München gespielt in der Mannschaft. Und dann haben wir quasi mit den ganzen Allgäuern, weil wir da eine Location hatten, quasi eine Münchner Mannschaft im Allgäu gemacht, mit Heimspielort Allgäu. Da haben die Münchner uns halt voll geholfen, weil es halt dann auch für uns einfacher war wegen Vereinsgründung, solche Geschichten und keine Ahnung was. Die sind uns da super entgegengekommen beim TV München. Und dann haben wir ja ein Jahr quasi noch eine Mannschaft halb München, halb Allgäu gehabt und So hat sich das dann alles aufgebaut, und im Jahr drauf haben wir dann eine Allgäu-Mannschaft gemacht.
14:28Holger
Schlussendlich, wenn ich es jetzt richtig verstehe, hattet ihr beide die Motivation, in der Liga mitzuspielen, und seid deshalb unter anderem nach München gefahren, um gegen Bessere zu spielen und gleichzeitig Input zu kriegen, wie man im Allgäu so einen eigenen Verein, Club, Szene aufbauen kann.
14:49Sprecher B
Genau, also wir hatten ziemlich viele, wo gesagt haben, München ist uns zu weit, wir würden aber schon voll gern spielen eigentlich. Und wir waren 4, 5 Leute, wo in München angefangen haben zu spielen. Und dann haben wir gesagt, ja, aber das ist schon auch echt blöd, eineinhalb Stunden fahre ich eigentlich ins Happy Fast. Und der Sascha eine Stunde und hat gesagt, ja, es ist schon echt auch schwierig. Und so haben wir uns dann da quasi zusammengerottet. Und es ist auch eine super Truppe gewesen schon von Anfang an. Also es haben dann auch alle mitgezogen. Es war immer so, der ein oder andere hat immer in irgendeine Richtung den ersten Schritt gemacht.
Und es war echt der Sascha und der Ludwig mit dem Ligaspielen, die haben da ziemlich drauf gedrängt. Ich und der Samuel und der Rest, die haben sich dann angeschlossen. Und der Samuel, das ist ja eher unser EDVler, der macht auch die Turnieranmeldung und das ganze Zeug eigentlich immer, weil er das halt gut kann. Und er macht dann auch die Ansprachen und so, das ist sein Ding. Und so haben wir dann halt auch gleich in der Bayerischen Liga auch schon voll die Kontakte gehabt. Und das war dann auch eine super Geschichte. Auch die Turniere, die waren dann toll. Und irgendwann kam dann der Hissen-Hotti und hat gemeint, die Location ist doch eigentlich groß genug, wieso macht ihr kein Players?
Ja gut, die Ines, mit der waren wir ja auch schon sehr gut befreundet, und da haben wir halt mal mit ihr geredet, und dann hat sie gemeint, ja klar, das könnte man machen, auf jeden Fall. Und so kam dann, mit dem Chef geredet und alles, und dann kam das so. Das erste Players zustande im Allgäu. Super Wetter, richtig geile Atmosphäre. Das war dann so, da habe ich dann ein bisschen drauf gedrängt, so auf das Players-Turnier. Und wir haben mit gegrillten Steaks, und es sind auch echt viele gekommen. Und der David Depris von Berlin hergeflogen und lauter solche Geschichten. Und dann war echt der TFC-Allgäu wirklich präsent. Dann kannte man uns auch richtig.
17:03Holger
Ich finde schon erstaunlich, innerhalb so kurzer Zeit von quasi, wir machen mal einen Club, weil wir Bock haben zu trainieren, zu, wir machen jetzt mal ein Players-Turnier ganz nebenbei. Fand ich schon eine Ansage, oder Sascha? Wie ging es dir damit?
17:21Sprecher C
Das ging alles so schnell und wir haben uns da so eingefügt bei allen und wir kamen mit allen super aus. Und der Jonas natürlich, der hat Kontakte geknüpft bis ans Ende, an die Enden der Welt. Und ja, so ging das, so kommt es zustande. Und dann kam das erste Players-Turnier, dann kam das zweite Players-Turnier und so.
17:45Sprecher B
Ja, das war auch im Allgäu halt einfach auch eine super Truppe. Also es hat ja auch wirklich, das war auch das Tollste, sonst hätten wir das auch gar nicht gemacht. Das war so, je mehr das in organisierte Gruppe ging, haben wir die Arbeiten verteilt, und da hat sich nie irgendeiner davor gedrückt oder so. Es gab ein paar, die haben gesagt, okay, ich rufe da an, ich kümmere mich darum, und die anderen, die bringen Werkzeug, wir bauen eine Tribüne. Und das war so, da hat immer jeder Hand in Hand miteinander gearbeitet, und alle waren, oder alle sind mit Leidenschaft dabei. Und das ist halt auch so, dann lief das auch so super, auch bei jedem Turnier.
Das war einfach bei den kleinen Turnieren ruckzuck, egal wenn man irgendwas gebraucht hat, warte, ich fahre nach Hause, ich hole noch Bierbänke, warte, ich hole noch einen Akkuschrauber, ich fahre schnell zum Baumarkt. Das sind aber auch ziemlich viele Personen gewesen, oder was ist gewesen, das hört sich immer so an, als wäre es ja nicht mehr, sondern dabei, wo auch schon ehrenamtlich relativ viel gemacht haben und auch schon Kommandant bei der Feuerwehr oder zweiter Kommandant jahrelang waren und so, wo halt einfach auch in dieser ehrenamtlichen Geschichte da schon wirklich einen Sinn auch sehen, dass es halt wichtig ist, dass es auch Spaß macht.
Und dann durch das war das halt auch so eine geile Truppe, total durchgemischt von jung bis alt.
19:10Sprecher C
Und für jede Jobsparte was dabei. Da ging das, ja, wie Jonas sagt, Hand in Hand. Und wir sind einfach eine geile Truppe. Man muss es einfach immer wieder sagen. Das sagen so viele andere Mannschaften auch oder andere Vereine, dass wir einfach eine geile Truppe sind. Und das macht uns aus.
19:31Holger
Also jetzt mal nachgefragt, Sascha, neben dem, dass ihr jetzt, glaube ich, schon 27 Mal erwähnt habt, was ihr für eine geile Truppe seid, Was würdest du persönlich sagen, wo kommt dein persönliches Engagement her? Jetzt unabhängig davon, ob fürs Kickern oder allgemein, weil ich kenne es ja selber von mir, es ist einfach zeitaufwendig und man macht es ja nicht einfach so. Aber mich würde wirklich interessieren, wie kommt es, dass du deine Freizeit dafür aufbringst, um Tischfußball irgendwie weiterzubringen?
20:10Sprecher C
Gleich mal zuerst, ich bin Kickerspieler mit Leib und Seele, und das hat meine Frau auch ziemlich schnell bemerkt oder merken müssen. Und ich habe auch keine anderen Hobbys mehr, und meine Frau hat auch gesagt, mach das, du kannst es. Und ja, und man muss einfach auch sagen, der Kickersport, der ist so nach zurückgedrängt worden und man muss das einfach in die Welt hinaustragen, muss man einfach sagen. Man muss das wieder publik machen, viel mehr Leute müssen zum Kickern kommen, weil es einfach der geilste Sport der Welt ist. Ja klar, du musst natürlich auch eine super Frau haben, das habe ich natürlich auch und ja, es geht.
Man muss sich zeitlich eben einteilen, man muss Klar, man muss auch mal sagen, heute gehe ich nicht kickern, heute mache ich was mit meiner Familie, mit meinen Kindern. Aber es geht, man muss nur wollen. Und wenn man will, dann findet man die Zeit zum Kickern und für die Familie.
21:17Holger
Das war Episode 19 mit Jonas Möll und Sascha Assfalg. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. In Episode 20 begrüße ich Tim Wedemann. Er war 6 Jahre lang funktionierend DTFB. Seine Geschichten aus der Tischfußballwelt hört ihr ab dem 14. Oktober hier bei Timeout Stories. Folgt mir auf SoundCloud und besucht meine Homepage www.timeoutstories.live.
Ein Gespräch aus Timeout Stories, dem Tischfußball-Podcast von Holger Kühl. Mehr über Holger →